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Ausflugsangebot

Beltinci 

Das Schloss in Beltinci
In Beltinci stand vermutlich bereits im Mittelalter (15. oder 14. Jh.) ein Schloss. Die rechteckige ummauerte Schlossanlage mit vier Mauertürmen war mit einem Wallgraben mit Wasser vom Bach Črnec umgeben. Das heutige Schloss behielt trotz historizistischen Hinzufügungen ein typisches barockes Bild. Bis zur Abtragung des südlichen und des westlichen Traktes bewahrte der typische Renaissancebau eine kastellartige  geschlossene Form. Gründlichere Umbauarbeiten sind erst nach Mitte des 17. Jahrhunderts denkabar, als an Aussenecken vier runde, mit Kegeldach gedeckte Türme (heute stehen nur noch drei) angebaut wurden, die auf einen besonderen Formwillen und das spätbarocke Zeitgeschmack hinweisen.
Die Schlossanlage zu Beltinci weist auf einen einstöckigen,  ursprünglich viertraktigen Zigelbau (Teile des südlichen und des westlichen Traktes fehlen). Die östliche Hauptfront ist dreizehnachsig  und im Erdgeschoss in der Mitte durch ein rustikales Portal gegliedert, das auf beiden Seiten durch Schiessscharten ergänzt ist. Die tonnengewölbte Eingangshalle führt in den Innenhof, dessen Trakte zusätzlich mit den auf Pfeilern ruhenden Arkaden aufgebaut sind. Im Erdgeschoss sind die Arkaden offen und im ersten Stock vermauert. Die Arkadengänge sind sowohl im Erdgeschoss als im ersten Stock kreuzgewölbt.
Das Schloß mit seiner Parkanlage bietet Raum für einige vornehme Exoten.
Die gewölbten Höhlengänge verleihen dem Schloß ein geheimnisvolles Gepräge. Der erste Gang verbindet das Schloß mit der Kirche und der zweite führt zum Getreidespeicher (Grenar) mit einem eisernen Tor aus dem Jahr 1754.
Im Schloß verlaufen zur Zeit aufwändige Renovierungsarbeiten. In bereits renovierten Räumen befindet sich das Trausaal, in welchem auch kulturelle Veranstaltungen, Treffen und Ausstellungen veranstaltet werden.
Zum Panoramabild des Schlosses.

St.-Ladislaus-Kirche
Die Pfarrkirche des heiligen Ladislaus in Beltinci ist einer der wichtigsten Architekturdenkmälern des späten 19. Jahrhunderts in Pomurje. Das Gebäude stammt zwar aus dem Jahr 1742, doch wurde es in den Jahren 1893 und 1895 vom wiener Architekten Max von Ferstl gründlich renoviert und erweitert. Die alte barocke Kirche wurde verlängert, auf der Nordseite wurde ein Seitenschiff zugebaut (genannt „Neue Kirche“) und die Außenseite wurde völlig neu gegliedert und im neobarock – klassizistischen Stil dekoriert. Auf der Südseite wurde die Ave-Marija-Kapelle zugebaut. In der Ave-Marija-Kapelle befindet sich die Familiengruft der Adelsfamilie Zichy. Die Kapelle ist im Grundriß ein Quadrat mit der Kuppel und wegen der Gruft erhebt sich das Niveau des Bodens um acht Stufen über das Niveau des Bodens im Schiff.
Die Kapelle ist entpsrechend ihrer Architektur neoklassizistisch ausgerüstet, besonders zu erwähnen ist jedoch das kleine Altar mit dem Relief von Maria an der linken Wand. Auf dem Flachrelief ist in der Mitte Madonna mit sitzendem Kind, im Hintergrund auf beiden Seiten je ein Engel mit auf der Brust gekreuzten Händen dargestellt. In Fall der Madona von Beltinci handelt es sich um ein Relief, das stilistisch als ein venezianisches Werk der Frührenaissanse aus dem Kreis von Pietro Lombardi zu bestimmen ist. Im letzten Drittel des 15. Jahrhunderts war Pietro Lombardi führender Bildhauer in Venedig. Das Relief der Madonna mit Christkind von Beltinci stellt eine bedeutende Bereicherung der sonst bescheidenen Kollekte von bildhauerischen Denkmälern der Frührenaissanse in Slowenien.
Die Umgebung der Kirche ziert eine verkleinerte Kopie der Säule von St. Theodor in Venedig, neben ihr steht auch ein venezianischer Brunnen, ein authentisches Exemplar aus dem 17. oder 18. Jh.

Pozvačin - der Hochzeitsbitter
Besondere Hochzeitsbitter, welche Verwandschaft, Bekannkte und Freunde zur Hochzeit einladen, sind pozvačini. Der Brauch des Hochzeitseinladens bewahrte sich besonders auf dem Gebiet der Gemeinde Beltinci. Pozvačin ist gewöhnlich ein jüngerer Mann, der heiter, schnippisch und einfallsreich sein muss. Der Hut des pozvačin ist mit verschiedenen Federn geschmuckt (Pfau, Fasan, Hahn u.ä.) und mit Rosmarin, bunten Kunstblumen und Papierbändern verziert.
Sein Kostüm (zwei Tücher, X-formig über die Schulter gelegt) ist ebenso reich mit bunten Papierbändern und Kunstblumen verziert. Zu seiner Aufmachung gehört noch eine Trompete oder ein Horn und eine hölzerne Axt mit Igelhaut, ausgeschmückt mit Papierbändern, Kunstblumen und einer Glocke. Unter den Knien hat er je zwei aufgebundene Glocken. Er hängt sich zwei Feldflaschen um, eine ist mit Wein und andere mit Brei gefüllt. Auf seinem Weg zu den Häusern der Einzuladenden hüpft und tanzt er, jagt die Kinder, jauchzt, grüßt die Passanten, bietet ihnen Wein an und kratzt sie mit der Igelhaut. Die Einladung des pozvačin besteht aus einem besonderen   Hochzeitsbitterspruch – pozvačinski guč.

Musik- und Volkstanztradition
Bereits im Jahr 1938 wurde auf Initiative von France Marolt in Beltinci eine Folkloregruppe gegründet. Damals versammelte Matija Kavaš, ihr erster Leiter, Tänzer und Tänzerinnen, die begleitet von der Kapelle Kociprova banda die Tänze von Prekmurje tanzten. Heute wird die Folkloregruppe, die im Rahmen des Kulturvereins Beltinci tätig ist, von ihrer eigenen Kapelle begleitet. Ihr Tanzrepertoire stellen jedoch noch immer Tänze aus der Umgebung von Beltinci zusammen, die die TänzerInnen bewahren und unverändert wiedergeben wollen.

Dauerangebot:
•    Besichtigung des Schlosses
•    Besichtigung der St.-Ladislaus-Kirche mit der Gruft der Adelsfamilie Zichy
Programm nach Vorbestellung:
•    Begrüßung des pozvačin (Hochzeitsbitter)
•    Junge Folkloregruppe
•    Tamburizza-Kapelle
•    Musikkapelle Mlada beltinska banda (Zimbelspieler)
Empfehlenswert: Traditionelles Internationales Folklorefestival Beltinci (jährlich am 3. Wochenende im Juli)

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