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Dauerausstellungen

 

Die Dauerausstellung "Die Geschichte des Gesundheitswesens", Schloß Beltinci

Vor ein Paar Jahren renovierte das Amt für Toursimus und Kultur Beltinci die Räume im Schloß Beltinci und bestimmte sie für die Museumssammlung des Gesundheitswesens. Die Sammlung hatte sich  durch viele Jahre  aus der Privatsammlung von Dr. Nikolaj Szepessy und zahlreichen Gegenständen aus dem Gebiet des Gesundheits- und Apothekenwesens gebildet, die Herr Szepessy, ein begeisterter Sammler, persönlich in ganz Pomurje gesammelt hatte.
Die Sammlung ist der Gemeinde Beltinci bzw. dem neugegründeten Büro für Tourismus und Kultur Beltinci (in Fortsetzung ZTK Beltinci) zur Verfügung gestellt worden, um dadurch mit Hilfe von Herrn Szepessy geordnet und als Daueraustellung zur Schau gestellt zu werden. Inzwischen sorgte das ZTK für Vesetzung des Materials ins Schloss, Reinigung und teilweise Restauration, Beleuchtung, Fotografieren der Exponate und Vergrößerungen, Erwerbung der Ausstellungsausrüstung, Erstellung der Exponatenbeschreibung und Ausgabe der Faltbroschüre. Die Sammlung wurde somit der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
Wegen Sicherung der weiteren fachlichen Instandhaltung und des damit verbundenen künftigen Status der Sammlung trat das ZTK mit dem Landesmuseum Murska Sobota (in Fortsetzung Museum) als Stammmuseum in Verbindung. Die Sammlung wurde mittels Schenkungsvertrag ans Museum übertragen und ist als Museumssammlung Beltinci in Tätigkeit, die funktionell vom ZTK Beltinci verwaltet wird.
Die Sammlung ist seit 2005 für die Öffentlichkeit zugänglich.

Aufstellung der Ausstellung

Die Apotheke
Die Apothekenschränke aus der Apotheke in Murska Sobota sind zentral von einer Wand zur anderen aufgestellt. In der Mitte befindet sich ein Durchgang zur Offizin, bzw. zum Verkaufsraum. Die Möbel stammen aus dem Übergang ins 20. Jahrhundert. Auf den Regalen dieser Schränke sind die aus den Apotheken in Beltinci und teilweise in Murska Sobota und Lendava stammenden Apothekenbehälter aus Porzellan, Holz und Glas aufgestellt.
Auf dem aus der Apotheke in Beltinci stammenden Verkaufstresen, dem sogenannten Rezepturtisch, steht eine Messingwaage aus dem 19. Jahrhundert. Auf einer Seite steht die »National« Registrierkasse und auf anderer ein Messinghalter zur Aufhängung von Handwaagen in Form von griechischer Göttin der Gesundheit Hygia. Auf dem Verkaufstresen sind auch kleinere Messing- und Eisenmörser ausgestellt. In diesem Raum steht eine Vitrine mit schriftlichen Dokumenten wie alte Urkunden aus Pergament, Zeugnisse und anderes mehr. Den Raum zieren noch eine originelle Gaslampe und eine Uhr aus der alten Apotheke in Beltinci.
Durch den Durchgang zwischen den Schränken kommt man ins Laboratorium, wo an der Wand ein alter Laboratoriumstisch aus der Apotheke in Beltinci mit alten Waagen, vertikalen Pressen, alter Tablettenpresse und verschiedenen Mörsern steht. Unter dem Fenster steht ein Feuerherd mit altem Destillierapparat, an der Wand hängt das Kupfergeschirr zum Kochen von Arzneimitteln.
In der Nische befinden sich ein Schaukasten und ein Tisch für Aufbereitung von Kräutern mit altem Kräuterhäcksler, alte Waagen und Gefäße zum Mischen und Aufbewahren von Teemischungen und Samen. In diesem Raum sind auch zwei alte Transportkisten für Medikamente ausgestellt.
Im Schloßturm ist der Apothekenkeller mit altem Regal aus der Apotheke in Beltinci ausgestellt, auf welchem die Aufbewahrungsflaschen für Flüssigkeiten und Salben zu sehen sind. Besonders interessant sind zwei alte Transportflaschen, die in einer Holzkiste aufbewahrt und mit einem Weidendeckel bedeckt sind. Auf einem Holzpodest stehen Glas- und Keramikgefäße zum Aufbewahren von Öl und aromatischem Essig und Metallgefäße zum Transportieren von feuergefährlichen Flüssigkeiten.

Raum Nr. 1
Der Raum ist durch Raumteiler unterteilt. Im ersten Teil ist die Trachom-Ambulanz und der Kampf gegen Trachom dargestellt. In der Ambulanz befinden sich die originellen Möbel und Instrumente aus der Trachom-Ambulanz in Murska Sobota. Zu sehen sind auch ein alter Autoklav und ein Sterilisierapparat. Ausgestellte Instrumente und medizinisches Kleininventar stammen vorwiegend aus dem Nachlass von Dr. Jože Pečan, einige davon jedoch aus der Augenabteilung am Krankenhaus in Murska Sobota. Das Dokumentarmaterial und die Fotografien stammen aus der Augenabteilung am Krankenhaus in Murska Sobota und aus dem Landesmuseum in Murska Sobota.
Im zweiten Teil kann die Entwicklung der Allgemeinmedizin betrachtet werden. Darunter ist die Arbeit der Ärzte Dr. Josip (Vater) und Dr. Feliks (Sohn) Lebar aus Križevci bei Ljutomer dargestellt. Auf den Panos sind einige Schriftdokumente, Fotografien und Urkunden und in den Vitrinen und Nischen Ärztebesteck, Ärztetasche, Kasten mit Entbindungsistrumenten und Bücher ausgestellt.
Das medizinische Zubehör stammt teilweise auch aus dem Nachlaß von Dr. Kavkler aus Ljutomer und Dr. Škrilec aus Murska Sobota. Interessant ist die Vitrine mit Extraktionszange und Schröpfgläsern von einem Wunderdoktor aus der Umgebung von Beltinci.

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