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Natur- und Kulturerbe

 

Das Gebiet der Gemeinde Beltinci ist reliefmässig sehr einheitlich, denn es erstreckt sich auf der aluvialen Ebene des linken Murufers. Die Talauen an der Mur und der Wald Hraščica sind im Bereich Ökologie und Naturschutz von besonderer Bedeutung für die Gemeinde Beltinci. Der Fluss Mur bildet nämlich zusammen mit den Talauen ein besonderes Schutzgebiet und entspricht dadurch den Kriterien sowohl der Habitat- als auch der Vogel-Richtlinie (Natura 2000).
Die ungünstigen ökoligischen Bedingungen bedrohen schon einige Zeit den Fortbestand von einst großen und vitalen Populationen, z. B. des Neunauges. Jedoch hausen hier noch einige seltene und bedrohte Tierarten (Vögel, Fische, Amphibien, Libellen, Schmetterlinge, Käfer, Weichtiere, Spinnen und einige Gruppen von Wirbellosen). Unter Pflanzen gehören dazu auch verschiedene wasser- und feuchtliebende Arten, sowie immer seltenere Archeofita und in Vergangenheit weit verbreitete Unkräuter in landwirtschaftlichen Kulturen.
Im breiten geographischen Zusammenhang liegt die Gemeinde Beltinci in der subpannonischen Region, jedoch widerspiegelt sich das nur teilweise in Pflanzen- und Tierwelt, denn neben einigen subpannonischen sind hier noch zahlreiche für westlichere phyto- und zoogeographische Einheiten typische Arten zu finden.

Der Fluss Mur
Der Fluss Mur entspringt in den Radstädter Tauern in Österreich und mündet nach 444 km bei Legrad in Kroatien in die Drau.  Der im Oberlauf alpine Fluss wechselt in Slowenien seinen Charakter und wird zum Tieflandfluss, welcher einst durch einen breiten Flussraum mit vielen Mäandern, Seitenarmen, Haffen (Lagunen), Geschieben, Auwäldern und Altwassern gekennzeichnet war. Obwohl heutzutage das Grossteil des Flusses kanalisiert ist, sind an der Mur noch viele Pflanzen- und Tierarten zu finden, die anderswo durch den vernichtenden Eingriff des Menschen fast ausgerottet sind.
In Vergangenheit gab es an der Mur zahlreiche Mühlen, die von großer wirtschaftlicher Bedeutung waren. Heutzutage stehen an der Mur noch zwei, doch eigentliche Schiffsmühle gibt es nur noch in Ižakovci. Interessant sind die noch immer im Betrieb seienden Fähren, die bis 1922 als einzige Möglichkeit der Beförderung über die Mur dienten. In Gemeinde Beltinci sind sogar zwei (von insgesammt vier) Fähren tätig, in Ižakovci und Melinci.

Der Park
Der Ort Betinci rühmte sich einst zweier Parks, „großen“ und „kleinen“. Heute ist nur noch der große Park um das Schlossgebaude teliweise erhalten geblieben. Der Park erstreckte sich auf 14 ha und bot Lebensraum für ca. 1600 Baumarten, davon eine Hälfte Exoten und 600 Sorten von Strauchvegetation.

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