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Kulturelle Sehenswürdigkeiten

St.-Ladislaus-Kirche 

Die Pfarrkirche des heiligen Ladislaus in Beltinci ist einer der wichtigsten Architekturdenkmälern des späten 19. Jahrhunderts in Pomurje. Das Gebäude stammt zwar aus dem Jahr 1742, doch wurde es in den Jahren 1893 und 1895 vom wiener Architekten Max von Ferstl gründlich renoviert und erweitert. Die alte barocke Kirche wurde verlängert, auf der Nordseite wurde ein Seitenschiff zugebaut (genannt „Neue Kirche“) und die Außenseite wurde völlig neu gegliedert und im neobarock – klassizistischen Stil dekoriert. Auf der Südseite wurde die Ave-Marija-Kapelle zugebaut. In der Ave-Marija-Kapelle befindet sich die Familiengruft der Adelsfamilie Zichy. Die Kapelle ist im Grundriß ein Quadrat mit der Kuppel und wegen der Gruft erhebt sich das Niveau des Bodens um acht Stufen über das Niveau des Bodens im Schiff.


Die Kapelle ist entpsrechend ihrer Architektur neoklassizistisch ausgerüstet, besonders zu erwähnen ist jedoch das kleine Altar mit dem Relief von Maria an der linken Wand. Auf dem Flachrelief ist in der Mitte Madonna mit sitzendem Kind, im Hintergrund auf beiden Seiten je ein Engel mit auf der Brust gekreuzten Händen dargestellt. In Fall der Madona von Beltinci handelt es sich um ein Relief, das stilistisch als ein venezianisches Werk der Frührenaissanse aus dem Kreis von Pietro Lombardi zu bestimmen ist. Im letzten Drittel des 15. Jahrhunderts war Pietro Lombardi führender Bildhauer in Venedig. Das Relief der Madonna mit Christkind von Beltinci stellt eine bedeutende Bereicherung der sonst bescheidenen Kollekte von bildhauerischen Denkmälern der Frührenaissanse in Slowenien.


Die Umgebung der Kirche ziert eine verkleinerte Kopie der Säule von St. Theodor in Venedig, neben ihr steht auch ein venezianischer Brunnen, ein authentisches Exemplar aus dem 17. oder 18. Jh.

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